Rückblick Projekt 2015

In diesem Jahr konnten wir 28 Paletten á 1152 große Nikoläuse, 10 Paletten á 1728 kleine Nikoläuse und 2 Paletten á 1900 faire Nikoläuse mit unseren Partnern zusammen einkaufen. Und jetzt, einige Tage nach Nikolaus sind alle Schokofiguren weg und die allermeisten auch schon aufgegessen! Vielen herzlichen Dank an all unsere Partner zwischen Berlin und Kleve, zwischen Bakum im Oldenburger Münsterland und Wasserbillig an der luxemburgischen Grenze. Wir sind nach wie vor dankbar für die vielen schönen Begegnungen und Kontakte und dafür, dass es auch in diesem Jahr wieder so reibungslos geklappt hat. Im Frühsommer 2016 geht es wieder los mit dem Nikolausprojekt 2016!

Nikolaus ohne Bart?

ohnebart nikoloZu einem Aufschrei in einigen christlichen Kreise führte die Ankündigung eines österreichischen Jugendverbandes, für einen “bartlosen” oder gar “weiblichen” Nikolaus zu werben. Sogar der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz meldete sich zu Wort: “Es ist wichtig, dass den Kindern früh - noch ehe sie mit ihm in Berührung gekommen sind - vermittelt wird, dass der Nikolaus ein heiliger Freudenbringer ist und immer ein großes Herz für die Kinder hatte und hat. Als Kind hat mir der schöne weiße Rauschebart des Nikolos immer sehr imponiert." Die Jungschar war der Meinung, dass es wichtig ist, dass die Kinder die Mimik des Nikolausdarstellers sehen können und veröffentlicht auch Fotos mit weiblichen Nikolausdarstellern. Der bartlose Nikolaus ist aber nicht ohne Vorbild. Seinen “Siegeszug” trat er von Bari aus teilweise auch ohne Bart u.a. in Deutschland, jedenfalls in der “lateinischen” Kirche so an. Ein berühmtes Beispiel ist die Nikolausfigur an der Abtei Brauweiler. Die alte römische (im Sinne der lateinischen Kirche) kennt in der frühen Zeit den Nikolaus als bartloser, junger Bischof... was wohl die Legende unterstützt, nach der dieser schon in jungen Jahren zum Bischof erwählt wurde. Erst später taucht der Bart auf den Darstellungen auf. Ich denke, es liegt nicht fern, hier einen Einfluss der orthodoxen Traditionen und deren Nikolausdarstellung auf den Ikonen zu vermuten. Gänzlich "langbärtig" wird Nikolaus dann durch das Brauchtum, wo es notwendig ist, dass der Nikolausdarsteller "maskiert" ist. Ich würde auch nicht ausschließen, dass der prächtige Bart des Weihnachtsmannes dem heutigen Auftritt des Nikolaus auch noch den ein oder anderen Bartzentimeter hinzugefügt hat. Einige Beispiele:

St. Nikolaus von Myra.
Gustav Fünders, 1959
Fenster in der Kapelle des St. Hubertus-Stift in Willich - Schiefbahn
Quelle:
www.glasmalerei-ev.de/pages/b615/b615.shtml

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Monumentale, 2,25 m hohe Nikolausfigur an der Fassade der Abteikirche St. Nikolaus und St. Medartus in Brauweiler. Die Abteikirche ist wohl das frühestes Patrozinium des Hl. Nikolaus in Deutschland. Die Figur stammt aus dem Jahre 1491. www.abtei-brauweiler.de

ohnebart monumentale_sitzfigurDieses Bild sowie weitere Zeugnisse des “bartlosen” Nikolaus finden sich auf der Seite: www.nikolaus-von-myra.de.

Ob man nun aus pädagogischen oder anderen Gründen den Nikolaus mit oder ohne Bart darstellt, ob man das “Geheimnis” hinter dem Bischof wahrt und sich nicht zu erkennen gibt oder lieber vor den Kindern die Bischofskleider anlegt... für alles gibt es gute inhaltliche und auch pädagogische Gründe. Wichtig ist, dass der Darsteller die Figur authentisch spielt und dem historischen Vorbild gerecht zu werden vermag.

Hier noch einige weitere Nikoläuse, die auch ohne Bart Würde ausstrahlen: ohnebart rettenbach-nikolaus-altar2

 

 

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Leider konnte ich für die obigen Bilder keine Quellen ermitteln. Sollte ich hiermit nicht im Sinne der Rechteinhaber handeln, bitte ich um einen kurzen Hinweis.

Das Nikolausprojekt 2014 startet!

Erstmals seit Jahren müssen wir diesmal die Preise anpassen. “Schuld” daran sind die Chinesen, die immer mehr Schokolade essen, und die Spekulanten, die Kakao als Spekulationsobjekt entdeckt haben und der Klimawandel, der besonders die Anbauländer trifft. Das führt zu hohen Weltmarktpreisen für Kakao, dem wichtigsten Rohstoff für unsere Nikoläuse. Daher steigen auch bei uns die Preise um ca. 10 Prozent. Aber mehr dazu in unserem aktuellen Infobrief hier:

werbung klein

voderholzerDer neue Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer nahm bei seinem ersten Besuch in seiner Diözese am 20. Dezember 2012 ausdrücklich auf den Hl. Nikolaus als Bischof von Myra Bezug. Wir dokumentieren seine Rede:

...Ich danke Ihnen sehr für den herzlichen Empfang, den Sie mir bereiten hier in unserem Dom, meiner künftigen Bischofskirche, meinem „Petersdom“.
Wie Sie wissen, bin ich am Nikolaustag, heute vor 14 Tagen, von Papst Benedikt
zum Bischof ernannt worden. So richtig Bischof werde ich dadurch, dass ich am 26. Januar hier im Dom durch die Handauflegung der Bischöfe, die das Kollegium der Bischöfe repräsentieren, sowie durch das Gebet der Bischöfe und durch Ihr Gebet geweiht werde.
Unter den zahlreichen Legenden, die sich um das Leben des heiligen Nikolaus ranken, bezieht sich eine auch darauf, wie Nikolaus selbst Bischof wurde. Sie ist in der „Legenda aurea“ aufgeschrieben. In einer etwas vereinfachten Form lautet sie so:
Der junge Mann Nikolaus wollte tun, was Jesus gefällt. Darum ging er oft in die Kirche, um zu beten und von Jesus zu hören. Eines Tages ging Nikolaus wieder sehr früh am Morgen zum Gottesdienst. Kaum war er durch die Kirchentür getreten, kam ein Mann auf ihn zu und fragte ihn: ‚Wie heißt du?‘ Nikolaus antwortete: ‚Mein Name ist Nikolaus.‘ Da rief der Mann: ‚Dich hat Gott geschickt. Du sollst der Bischof von Myra werden!‘ Nikolaus verstand nicht, was geschah. Er wehrte sich: ‚Warum gerade ich? Ich tauge doch nicht zu einem solch hohen Amt.‘ Da erzählte ihm der Mann: ‚Viele Bischöfe sind beieinander, um einen Nachfolger für den verstorbenen Bischof zu wählen. Sie können sich nicht einigen. Ich aber hörte in der Nacht im Traum eine Stimme: ‚Den ersten Mann, der am Morgen zur Kirche kommt und dessen Name Nikolaus ist, sollt ihr zum Bischof weihen.‘ Da ließ sich Nikolaus zum Bischofsstuhl führen.“
Eine Legende, eine Geschichte also, die nicht unbedingt in jedem historischen Detail, aber gewiss der Sache nach eine tiefe Wahrheit besitzt.
Natürlich ist es gut, wenn ein Bischof organisieren und verwalten kann, wenn er Bücher schreiben und ansprechend predigen kann.
Das wichtigste freilich auch für einen Bischof heute wird immer sein müssen, dass er der erste Beter seines Bistums ist. Dass in ihm eine Sehnsucht brennt nach der Gegenwart Christi in seiner Kirche und dass er so ein guter Hirte wird.
Am Bild des heiligen Nikolaus, wie es uns vor allem die Überlieferung der Ostkirche zeigt, wird auch deutlich: Die Liebe zum Herrn, das Gebet, die Ausrichtung auf Gott öffnet zugleich den Blick für die Menschen. Nikolaus ist der Heilige für die Menschen schlechthin geworden, ein universaler Wohltäter. Als solcher ist er mit Johannes dem Täufer der Heilige des Advents, der dem Herrn die Wege bereitet in unsere Herzen.
Liebe Schwestern und Brüder, ich freue mich, dass ich so erwartungsvoll empfangen werde, dass sich viele, wie ich höre und lese, viel von mir erwarten. Es wäre ja traurig, wenn es anders wäre.
Ich bitte Sie, dass Sie sich vor allem von mir erwarten, dass ich Ihnen ein solcher Bischof werde, wie es die Nikolauslegende lehrt: Einer, der das Ohr an den Lippen seines Herrn hat und gerade so zugleich die Sorgen und Nöte der ihm Anvertrauten kennt.
Dass mir das gelinge, ist mein großes Gebetsanliegen heute, und meine Bitte an Sie alle ist: Beten Sie für mich, dass ich Ihnen ein solcher Bischof werden kann. Heiliger Apostel Petrus, heiliger Nikolaus, heiliger Wolfgang, bittet für uns! Amen.“
(Quelle: Pressestelle des Bistums Regensburg.)


6. Dezember 2012

Wir sind fertig! Heute sind die letzten Nikolauskartons weggegangen und die Garage ist wieder leer. Pünktlich zum Nikolaustag. Insgesamt 36 Paletten “Große” (41.472 Stück) und 7 Paletten “Kleine” (12.600 Stück) sind so “unter die Leute” gekommen. Heute und Morgen hat der WDR in der Servicezeit noch einmal den Beitrag aus dem Fernsehen vom Vorjahr wiederholt. Hier der Link zur Sendung und zum Infotext:

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw49/1206/03_schoko.jsp?mid=737721

kutscheVor einigen Tagen durfte ich als Nikolaus mit der Kutsche durch Voerde fahren. Das war ein großes Hallo an der Kirche.

Der Pastor begrüßte uns freundlich und alle Kinder bekamen einen kleinen Schokonikolaus geschenkt. Dann sind wir noch etwas umhergefahren und haben Kinder beschenkt und Erwachsenen die Nikolausflyer gegeben.

Tolles Erlebnis: auf einem Reiterhof wurden wir kurzerhand als Nikolaus engagiert und der “Kollege”, der eigentlich kommen wollte war arbeitslos. Dafür bekam ich als Begleitung zwei “Engelchen” auf schwarzen Pferden. Ein eindrucksvolles Bild.

Was wird wohl der Bischof von Myra darüber denken?

 

 

 

engel


Unser aktueller Flyer ist fertig:

fly2012

goldora1Heute, wo ich diese Notiz schreibe, ist der 1. Oktober 2012. Bis zum Nikolaustag sind es noch fast 40 Tage. Doch heute habe ich in der hiesigen Norma - Filiale in einem Karton voller Weihnachtsmänner auch einige “Bischöfe” entdeckt. 200g Schokolade, Hersteller ist nicht erkennbar, etwas “gelbstichig” aber mit Stab, mitraähnlicher Mütze mit Kreuz und Evangelienbuch. Auch das Design könnte ansprechender sein, aber immerhin. Genau das wollten wir ja erreichen. Wenngleich es schadweihnachtsmann_bischofe wäre, wenn wir jetzt auf “unsere” Nikoläusen sitzen bleiben. Bei Norma kosten sie jedenfalls 89 cent. Hersteller könnte die Firma Klett sein, die - wie im Internet zu recherchieren ist, Norma unter der o.g. Handelsmarke beliefert. Ob es den Nikolaus auch bei Ihnen gibt erfahren Sie mit einem Klick auf die nebenstehende Norma-Grafik:

Im vergangenen Jahr hatten wir Besuch von einem Filmteam der WDR-Servicezeit. Sie haben einen keinen Bericht über die Nikolausaktion gedreht, der um das Nikolausfest herum gesendet wurde.

Die Sendung wurde am 30. November 2011 um 18.20 Uhr in der Servicezeit ausgestrahlt. Im Netz verfügbar unter:
http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2011/kw48/1130/ 02_nikolaus.jsp

Die Sendung wurde am 1. Dezember 2011 um 13.30 Uhr wiederholt.


Ein nachdenklich machender Text über die “Weihnachtsmannfreie Zone” erschien in Christ in der Gegenwart vor Nikolaus 2011. Ein Kommentar von mir hierzu findet sich auf kreuzzeichen.blogspot.com/2011/12/bruder-weihnachtsmann.html .
Playmobil hat in den Niederlanden wieder eine neue Nikolaus-Packung herausgebracht. Mehr im Menupunkt “Playmobil”. Leider liefern die niederländischen Spielzeuggeschäfte nicht nach Deutschland. Daher bleibt nur e-bay. Wer es unbedingt haben will - ich hätte da noch einen Kontakt!
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Das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken versucht seit 2002 (wir seit 1998), dem Verschwinden des Nikolaus entgegenzuwirken und den Bischof mit Mitra und Bischofsstab wieder bekannter zu machen – auch als Schokoladenfigur. An deren Aktivitäten beteiligt sich das Diözesanbüro Main-Spessart in der Diözese Würzburg bereits seit mehreren Jahren. 2011 haben sie zum ersten Mal Bestellungen von Kindergärten aus dem gesamten Bistumsgebiet angenommen. Von Lohr am Main aus müssen die 1036,8 Kilogramm Schokolade in Form von Nikoläusen nun bis in die Rhön, in die Haßberge und in den Spessart transportiert werden. Eine logistische Herausforderung, „für die wir aber gewappnet sind“, betont Heike Höfling, Sekretärin im Diözesanbüro Main-Spessart. Geliefert werden die Nikoläuse offensichtlich von der Firma Klett Schokoladen in Nehren in der Nähe von Tübingen. Ein Einblick in deren Produktionsprogramm findet sich hier: www.klett-schoko.de/fileadmin/Produktblaetter/Nikolaus_Klett_Katalog.pdf.

Ein netter Film des Bistums über de Aktion kann hier angeschaut werden: www.ein-blick-ins-leben.tv/von-uns/film/suesser-bischof-fuer-kinder


Stefan Müller-Guggemos, Pastoralreferent in Tübingen (und früher in der Fachstelle Medien der Diözese Rottenburg-Stuttgart selbst für ein Nikolaus-Projekt aktiv schreibt uns, dass er bei der Drogeriemarktkette "Müller" in der Tübinger Filiale den Nikolaus von Milka entdeckt hat.
Hier das Beweisfoto.
mueller drogerie

Mein Kommentar: Schönes Stück, nur an der Farbe müßte Milka noch was tun ;-). An lila Kühe glaubt doch sowieso niemand mehr, oder? (In 2012 habe ich erfahren, dass Milka die Nikoläuse nun nur noch in Österreich vertreibt und dass diese nicht mehr nach Deutschland eingeführt werden dürfen (Exclusivlizenz)).

Die aktuellen Weihnachts-Briefmarken des Jahres 2011 zeigen den Hl. Martin und den Hl. Nikolaus. wem_2011_marken klein
Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Weihnachtsmarken zeigen zwei Heilige, die die weihnachtlichen Tradition des Teilens und Schenkens symbolisieren und heute die Vorboten des Christfestes sind: St. Martin und St. Nikolaus. Nikolaus gilt als himmlischer Kinderfreund und Gabenbringer. Seit dem 8. Jahrhundert feiert man das Fest des Schutzherren Russlands und Lothringens, Amsterdams und New Yorks am 6. Dezember.
St. Nikolaus ist der Gabenbringer. Mit der Beschenkung geht der Segen, mit dem Heil das ewige Leben einher.
Beide Weihnachtsmarken stellen die tiefe Verwurzelung von St. Martin und St. Nikolaus im öffentlichen wie im familiären Raum, im Brauchtum wie in der kirchlichen Tradition dar.
Motiv: St. Nikolaus - Ausschnitt eines Kirchenfensters der Pfarrkirche St. Nikolaus in Rheurdt/Niederrhein, Entwurf: Karen Scholz, Bad Essenwem_2011_marken nikol